Studium

Wipäd-Studienbeginner werden oft gefragt, was sie eigentlich studieren: "Was wird man denn mit Wirtschaftspädagogik?" - "Diplom-Handelslehrer." - "Und als was wird man dann angestellt?" Am kürzesten kann man darauf antworten: "Berufsschullehrer oder Betriebswirt."

Wirtschaftspädagogik ist gewissermaßen eine Mischung aus den Studiengängen Lehramt an beruflichen Schulen und Betriebswirtschaftslehre. An den meisten Universitäten wird der Schwerpunkt dabei auf das Kaufmännische gesetzt und der Studiengang der BWL-Fakultät zugeordnet. Das Studium schließt nicht wie bei Lehrämtlern mit einem Staatsexamen sondern wie bei Kaufleuten mit dem Diplom.

An der LMU München können Wirtschaftspädagogen für das Hauptstudium zwischen den Studienrichtungen Spezielle BWL und Doppelpflichtwahlfach (z.B. Deutsch, Englisch etc.) wählen. So entscheiden die Studenten bereits während des Grundstudiums, ob sie sich mehr in Richtung Schuldienst oder Wirtschaft entwickeln und ihre Kenntnisse darin vertiefen wollen. Da man bei beiden Studienrichtungen das allgemeine Diplom verliehen bekommt, ist diese Wahl jedoch nicht endgültig.

Die Regelstudienzeit wird meist mit 9 Semester angegeben, von denen durchschnittlich 4 auf das Grundstudium entfallen. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die tatsächliche Studiendauer aber bei 11 Semestern. Zusätzlich wird meist gegen Ende des Grundstudiums ein ca. vierwöchiges Schulpraktikum verlangt, das in Universitätsveranstaltungen vor- und nachbereitet wird. Außerdem ist die Voraussetzung für den Beginn des Referendariats im Schuldienst i.d.R. ein Praktikum in Betrieben der Wirtschaft oder Wirtschaftsverwaltung zwischen 3 und 12 Monaten oder eine kaufmännische Ausbildung.